Smartphone-Verwendung in Schwellenländern

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Das Smartphone hat Marktbarrieren niedergerissen und in diversen Branchen für raschen Wandel gesorgt. In Schwellenländern hat die Technik Verbrauchern ein effektives Werkzeug an die Hand gegeben. Dadurch können Schwellenmarktunternehmen ihre Mitbewerber aus Industrieländern in manchen Sektoren überholen, indem sie klassische Geschäftsmodelle überspringen. In China schufen Handy-Apps wie Alipay und WeChat Plattformen, die aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken sind. Infolgedessen nimmt auch der mobile Zahlungsverkehr rasant zu. Für Afrika prognostiziert McKinsey, dass schon in fünf Jahren 450 Millionen Menschen Mobile-Banking nutzen werden. Für eine physische Filialinfrastruktur besteht daher kaum Bedarf. Bei Überweisungen ermöglichen Handy-Apps einen problemlosen Geldtransfer und sorgen für erhebliche Kapitalflüsse aus Industrieländern in Schwellenländer, wenn Arbeitnehmer Gelder nach Hause schicken. Diese Entwicklung hat gerade erst eingesetzt und wird die Grenzen zwischen Industrie- und Schwellenländern immer mehr verschwimmen lassen. Anleger müssen daher in Bezug auf das Potenzial von Schwellenländer-Portfolios umdenken.

Colm McDonagh – Head of Emerging Market Fixed Income. Insight Investment, ein Unternehmen von BNY Mellon

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