Das BBB-Rätsel: Steht ein Unglück bevor?

Die Zusammensetzung des Marktes für US-Unternehmensanleihen mit Investment Status (Investment Grade/IG) hat sich in den letzten zehn Jahren drastisch verändert. Die Zunahme der Anleihen-bedingten M&A-Aktivitäten sowie der Aktienrückkäufe hatten einen Anstieg der Verschuldung und eine explosionsartige Zunahme bei US-IG-Unternehmensanleihen mit BBB-Rating zur Folge. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Ratingagenturen zwar Herabstufungen vorgenommen haben, in einigen Fällen aber wohl zu nachsichtig waren und zu stark auf die Fähigkeit/den Wunsch der Unternehmen vertraut haben, ihre Schulden innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens abzubauen.

Der allgemeine Trend hin zu einer höheren Verschuldung steht jedoch im Einklang mit dem sich verbessernden Wirtschaftsumfeld. Die US-Wirtschaft befindet sich nach wie vor inmitten eines ausgedehnten Konjunkturaufschwungs, der vor beinahe einem Jahrzehnt begann und die längste Expansion in der Geschichte des Landes darstellen dürfte, sollte er bis in den Sommer 2019 hinein anhalten. Zusammen mit den jüngsten Steuerreformen stellt dies ein äußerst günstiges Umfeld für amerikanische Unternehmen dar. Die Steuerreformen dürften eine Verbesserung der freien Cashflows der Unternehmen bewirken, wodurch diese in der Lage wären, ihre höhere Schuldenlast effizienter zu managen. Und die mittlerweile höheren Fremdkapitalkosten nach Abzug von Steuern machen die Verschuldung aus Sicht des Emittenten außerdem weniger attraktiv. Dies dürfte opportunistische Anleihenemissionen etwas bremsen. In Anbetracht der nach wie vor lockeren Geldpolitik, der Vollbeschäftigung in der Wirtschaft und der Tatsache, dass die bevorzugte Inflationskennzahl der Federal Reserve erstmals seit sechs Jahren die Marke von 2% erreicht hat, ergibt die zunehmende Unternehmensverschuldung mehr Sinn.

Erwähnenswert ist zudem, dass die Bewertungen von BBB-Papieren vor dem Hintergrund der historischen Ausfallraten nach wie vor attraktiv erscheinen. Falls der Kreditzyklus eine Wende vollzieht und die Unternehmen ihre Schulden nicht in ausreichendem Maße abbauen, könnten sich die Ratingagenturen jedoch gezwungen sehen, einige dieser Large Cap-Unternehmen in den Hochzinsbereich herabzustufen. Wir sind daher der Überzeugung, dass der Einzeltitelselektion nunmehr eine noch wichtigere Rolle zukommt.

Peter Bentley – Leiter britische und globale Anleihen. Insight Investment, ein Unternehmen der BNY Mellon-Gruppe

Die Zusammensetzung des Marktes für US-Unternehmensanleihen mit Investment Status (Investment Grade/IG) hat sich in den letzten zehn Jahren drastisch verändert. Die Zunahme der Anleihen-bedingten M&A-Aktivitäten sowie der Aktienrückkäufe hatten einen Anstieg der Verschuldung und eine explosionsartige Zunahme bei US-IG-Unternehmensanleihen mit BBB-Rating zur Folge. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Ratingagenturen zwar Herabstufungen vorgenommen haben, in einigen Fällen aber wohl zu … erfahren Sie mehr

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Ausverkauf bei den Schwellenländern – ein vorzeitiger Ausstieg?

Es besteht kein Zweifel, dass die Schwellenländer seit Anfang des Jahres eine schwierige Phase durchgemacht haben, und es ist leicht zu verstehen, warum Investoren skeptisch sind. Ereignisse wie die italienische Politik und Trumps künftiges Handelsverhalten könnten negative Schocks auslösen und sind schwer zu messen oder vorherzusehen. Wir denken jedoch, dass die Abkehr von den Schwellenländern verfrüht sein könnte; Unser globaler Makroausblick unterstützt die Anlageklasse tatsächlich.

Wir gehen davon aus, dass die wichtigsten externen Faktoren zu einer Umkehr der jüngsten Trends und zu einer Stärkung der Schwellenländer-Assets führen werden, wie etwa Anleihen in Landeswährung. Während sich die US-Zinsen wahrscheinlich noch etwas nach oben bewegen werden, wird der Großteil der erwarteten Zinserhöhungen der Federal Reserve bereits in den Terminkurven eingepreist. Relativ gesunde globale Wachstumsprognosen unterstützen weiterhin die Rohstoffpreise, ein offensichtlicher Segen für viele Rohstoffexporteure. Schließlich glauben wir, dass einige fundamentale Faktoren für die US-Dollar-Abwertung intakt bleiben. Wir denken auch, dass der US-Dollar teuer ist, vor allem wenn man bedenkt, dass fiskalische Defizite zunehmen. Wenn der US-ollar zu rutschen beginnt, was wir erwarten, wird dies Rückenwind für die Anlageklasse schaffen. Wir müssen zwar etwas geduldig sein, aber wir gehen davon aus, dass sich die Anlageklasse erholen und wahrscheinlich bemerkenswerte Renditen erzielen wird.

Federico Garcia Zamora – Portfolio Manager bei Standish, BNY Mellon Asset Management North America

Es besteht kein Zweifel, dass die Schwellenländer seit Anfang des Jahres eine schwierige Phase durchgemacht haben, und es ist leicht zu verstehen, warum Investoren skeptisch sind. Ereignisse wie die italienische Politik und Trumps künftiges Handelsverhalten könnten negative Schocks auslösen und sind schwer zu messen oder vorherzusehen. Wir denken jedoch, dass die Abkehr von den Schwellenländern verfrüht sein könnte; Unser globaler … erfahren Sie mehr

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Maß für Maß: Die Verkaufswelle bei Schwellenländeranleihen im Kontext

Anleihen aus den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) stehen in diesem Jahr bislang unter Druck, und die Anleger fragen sich, ob es sich hierbei lediglich um eine Korrektur der starken Wertentwicklung der zurückliegenden beiden Jahre handelt, oder ob vielleicht ein neuer, stärkerer Trend eingeleitet wird. Es bestehen gewisse Parallelen zwischen der derzeitigen Verkaufswelle und dem „Taper Tantrum“ des Jahres 2013, denn beide Male spielte die Normalisierung der Geldpolitik seitens der US-Notenbank eine Rolle. Hat dieser Vergleich tatsächlich Gültigkeit, dann dürfte der Abverkauf inzwischen größtenteils überstanden sein. Zu den größten Sorgen auf Anlegerseite gehören zwei bedeutende globale Makrorisiken, deren weitere Entwicklung unklar ist – die Normalisierung der Geldpolitik und der Handelsprotektionismus. Vor dem Hintergrund dieser globalen makroökonomischen Unsicherheitsfaktoren rücken die Schwachstellen der Schwellenländer zunehmend in den Blickpunkt. Verstärkt wurde die Verkaufswelle allerdings eher durch technische und nicht durch fundamentale Faktoren, denn Anleger haben im großen Stil ihre Positionen in Cross Over-Papieren aufgelöst. Im Vergleich mit 2013 befinden sich die Schwellenmärkte unserer Einschätzung nach insgesamt in einer besseren fundamentalen Verfassung. Aus den Verwerfungen, die durch die undifferenzierten Verkäufe entstanden sind, könnten sich für Anleger, die flexibel agieren können, durchaus neue Anlagechancen ergeben.

Colm McDonagh – Leiter Schwellenländeranleihen. Insight Investment, ein Unternehmen der BNY Mellon-Gruppe

Anleihen aus den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) stehen in diesem Jahr bislang unter Druck, und die Anleger fragen sich, ob es sich hierbei lediglich um eine Korrektur der starken Wertentwicklung der zurückliegenden beiden Jahre handelt, oder ob vielleicht ein neuer, stärkerer Trend eingeleitet wird. Es bestehen gewisse Parallelen zwischen der derzeitigen Verkaufswelle und dem „Taper Tantrum“ des Jahres 2013, denn … erfahren Sie mehr

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Drohen Schwierigkeiten? Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich zu.

Diesen Monat verhängten die USA Zölle in Höhe von 25% auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar, und nach einer Konsultationsphase stehen Einfuhrabgaben auf weitere chinesische Waren im Umfang von 16 Milliarden US-Dollar zur Debatte. Bisher scheinen sich die direkten wirtschaftlichen Folgen dieser Zölle noch in Rahmen zu halten. Die Metallexporte in die USA machen weniger als 3% der gesamten Ausfuhren aus (was selbst für Kanada und Mexiko gilt), und das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts dürfte durch die jüngsten Abgaben lediglich um 0,1% bis 0,2% geschmälert werden. Allerdings könnte Trumps Drohung, weitere chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar mit Zöllen zu belegen, künftig stärkere Auswirkungen auf das Wachstum und das Kaufinteresse an Risikopapieren haben.

Die USA und China sind überwiegend binnenwirtschaftlich orientiert (die Exporte machen in den USA nur 10% und in China nur 20% des BIP aus). Allerdings verstärkt dieser exogene Gegenwind die politisch bedingte Konjunkturabschwächung in China, die dem Fokus Pekings auf die Entschuldung zuzuschreiben ist. Während der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in China weiterhin auf Wachstum hindeutet, signalisierte die PMI-Teilkomponente für die Export-Auftragseingänge bereits vor der letzten Zollrunde eine schwächere Handelsdynamik. Die Entscheidungsträger in Peking haben mittlerweile reagiert. So unterstützt die People’s Bank of China (PBoC) den Renminbi rhetorisch, und die jüngsten gezielten Senkungen des Mindestreservesatzes für Großbanken sprechen für einen differenzierteren Ansatz beim Schuldenabbau.

Die (wirtschaftlichen und geopolitischen) Spannungen zwischen den USA und China dürften noch längere Zeit Einfluss auf das Anlageumfeld nehmen, da der Markt die Situation nun allmählich einpreist. China hat zwar im vergangenen Monat die Liste der nicht für ausländische Direktinvestitionen in Frage kommenden Sektoren verkürzt, bleibt diesbezüglich aber weiterhin besonders restriktiv und selektiv. Zudem scheint die „Made in China 2025“-Politik, der Präsident Xi eine hohe Priorität beimisst, beiden Seiten des politischen Establishments in den USA die Grenzen des „konstruktiven Engagements“ und die von China ausgehenden Herausforderungen eindrücklich vor Augen zu führen.

Trevor Holder – Portfoliomanager. Newton, ein Unternehmen der BNY Mellon-Gruppe

Diesen Monat verhängten die USA Zölle in Höhe von 25% auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar, und nach einer Konsultationsphase stehen Einfuhrabgaben auf weitere chinesische Waren im Umfang von 16 Milliarden US-Dollar zur Debatte. Bisher scheinen sich die direkten wirtschaftlichen Folgen dieser Zölle noch in Rahmen zu halten. Die Metallexporte in die USA machen weniger als 3% … erfahren Sie mehr

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Könnte eine Revolution bei Fahrgemeinschaften („Ridesharing“) die Investmentaussichten beflügeln?

Zwar könnte die umfassende Einführung von Fahrgemeinschaftssystemen Jahre der Entwicklung erfordern. Wir rechnen allerdings bereits bis 2020/2021 mit signifikanten Fortschritten, die zu diesem Zeitpunkt zu einem stärkeren Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung dieses Sektors beitragen dürften. Mit Blick auf die Zukunft dürften Stadtbewohner weniger geneigt sein, ein Auto zu kaufen, wenn eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gegeben ist. Zudem sind wir nicht allein mit unserer Ansicht, dass sich weltweit eine stärkere Nutzung von Robo-Taxis und autonomen Fahrzeugen abzeichnet.

Städte mit schlechten öffentlichen Verkehrsmitteln könnten Fahrgemeinschaften als sinnvolle Ergänzung zum Personennahverkehr erachten, und „Shared Mobility“ (gemeinsam genutzte Fahrzeuge) erfreut sich auch an globalen Märkten wie z.B. China zunehmender Beliebtheit. Viele Stadtbewohner realisieren mittlerweile auch, dass der Besitz eines Autos eine verschwendete Ressource darstellt, da es die meiste Zeit nicht bewegt wird und den Rest der Zeit zu Verkehrsstaus beiträgt.

In vielerlei Hinsicht unterscheiden sich Fahrgemeinschaften nicht grundlegend davon, zusammen mit Fremden die U-Bahn oder den Bus zu benutzen, und Überwachungskameras in den Autos könnten für ein zusätzliches Maß an Sicherheit sorgen. Jüngere Generationen greifen den Trend hin zu Fahrgemeinschaften bereits auf, und mit der Zeit dürften sich dem immer mehr Menschen anschließen.

Barry Mills – Leitender Researchanalyst. The Boston Company, Teil von BNY Mellon Asset Management North America.

Zwar könnte die umfassende Einführung von Fahrgemeinschaftssystemen Jahre der Entwicklung erfordern. Wir rechnen allerdings bereits bis 2020/2021 mit signifikanten Fortschritten, die zu diesem Zeitpunkt zu einem stärkeren Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung dieses Sektors beitragen dürften. Mit Blick auf die Zukunft dürften Stadtbewohner weniger geneigt sein, ein Auto zu kaufen, wenn eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gegeben ist. … erfahren Sie mehr

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Smartphone-Verwendung in Schwellenländern

Das Smartphone hat Marktbarrieren niedergerissen und in diversen Branchen für raschen Wandel gesorgt. In Schwellenländern hat die Technik Verbrauchern ein effektives Werkzeug an die Hand gegeben. Dadurch können Schwellenmarktunternehmen ihre Mitbewerber aus Industrieländern in manchen Sektoren überholen, indem sie klassische Geschäftsmodelle überspringen. In China schufen Handy-Apps wie Alipay und WeChat Plattformen, die aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken sind. Infolgedessen nimmt auch der mobile Zahlungsverkehr rasant zu. Für Afrika prognostiziert McKinsey, dass schon in fünf Jahren 450 Millionen Menschen Mobile-Banking nutzen werden. Für eine physische Filialinfrastruktur besteht daher kaum Bedarf. Bei Überweisungen ermöglichen Handy-Apps einen problemlosen Geldtransfer und sorgen für erhebliche Kapitalflüsse aus Industrieländern in Schwellenländer, wenn Arbeitnehmer Gelder nach Hause schicken. Diese Entwicklung hat gerade erst eingesetzt und wird die Grenzen zwischen Industrie- und Schwellenländern immer mehr verschwimmen lassen. Anleger müssen daher in Bezug auf das Potenzial von Schwellenländer-Portfolios umdenken.

Colm McDonagh – Head of Emerging Market Fixed Income. Insight Investment, ein Unternehmen von BNY Mellon

Das Smartphone hat Marktbarrieren niedergerissen und in diversen Branchen für raschen Wandel gesorgt. In Schwellenländern hat die Technik Verbrauchern ein effektives Werkzeug an die Hand gegeben. Dadurch können Schwellenmarktunternehmen ihre Mitbewerber aus Industrieländern in manchen Sektoren überholen, indem sie klassische Geschäftsmodelle überspringen. In China schufen Handy-Apps wie Alipay und WeChat Plattformen, die aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken … erfahren Sie mehr

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Warum Trumps Popularität seit Beginn des Jahres um ca. 5% gestiegen ist

Populismus ist definiert als ideologische Bewegung, die besagt, dass die Bürger von einer kleinen Gruppe privilegierter Eliten benachteiligt und schlecht behandelt werden. Daher ist leicht zu verstehen, warum sich diese Bewegung derzeit zunehmender Beliebtheit erfreut.

In den USA stagnieren die Reallöhne im mittleren und Niedriglohnsegment seit mehr als einem Jahrzehnt, doch die oberen 5% der Erwerbstätigen haben im gleichen Zeitraum einen deutlichen Anstieg der Reallöhne erfahren. Wenn es dem Nachbarn so richtig gut geht, während man selber nur mit Mühe über die Runden kommt, dann schürt das Unzufriedenheit.

Dieser Zeitraum fällt nun auch mit der Rezession im Anschluss an die Finanzkrise zusammen, die zudem die langsamste Erholungsphase nach einer Rezession seit fast 100 Jahren darstellt. Populismus galt als einer der wichtigsten Treiber, die Donald Trump bei der Wahl im November 2016 den Weg ins Präsidentenamt ebneten, aber nicht nur in den USA ist diese Bewegung auf dem Vormarsch. Ändert sich das Manifest, nach dem die Kandidaten gewählt werden, so kann das Änderungen in der Politik nach sich ziehen, was wiederum die Aktienmärkte beeinflusst.

Nun haben die USA einen „populistischen“ Präsidenten, der nicht nur eine andere Politik verfolgt, sondern auch auf gänzlich andere Art und Weise mit der Wählerschaft kommuniziert. Er gilt als kontrovers, doch trotz seiner Art und seiner Herangehensweise hat er einige seiner zentralen politischen Ziele erfolgreich umgesetzt. Neben der Reform von Obamacare ist es Trump gelungen, die Unternehmenssteuer zu senken, sodass US-Firmen ausländische Gewinne zu einem niedrigeren Steuersatz zurückführen können, und er hat mit der Umsetzung regulatorischer Reformen begonnen.

Wir betrachten den Großteil seiner Schlagzeilenpolitik als wachstumsfördernd und unternehmerfreundlich, weshalb wir Chancen am US-Aktienmarkt erkennen.

Chuck Cook – Portfoliostratege. BNY Mellon Asset Management North America

Populismus ist definiert als ideologische Bewegung, die besagt, dass die Bürger von einer kleinen Gruppe privilegierter Eliten benachteiligt und schlecht behandelt werden. Daher ist leicht zu verstehen, warum sich diese Bewegung derzeit zunehmender Beliebtheit erfreut. In den USA stagnieren die Reallöhne im mittleren und Niedriglohnsegment seit mehr als einem Jahrzehnt, doch die oberen 5% der Erwerbstätigen haben im gleichen Zeitraum … erfahren Sie mehr

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Wie Babyboomer unsere Städte verändern

Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer-Generation nähern sich dem Rentenalter, und die Vorstellung von einem geruhsamen Ruhestand auf dem Land weicht immer mehr dem Wunsch nach einem Alterssitz in der Stadt. Für einen Lebensabend in der Stadt sprechen der bessere Zugang zu Kunst und Kultur, die bessere medizinische Versorgung und die Möglichkeit, auf ein eigenes Auto verzichten zu können. Der aktuelle Trend zur Reurbanisierung beschleunigt das Wachstum der Städte, was wiederum die Nachfrage nach Dienstleistungen und die Anforderungen an die Infrastruktur erhöht.

Die Städte wachsen nicht physisch, aber es leben immer mehr Menschen dort. Hieraus ergibt sich eine Vielzahl potenzieller Herausforderungen, sowohl in ökologischer als auch in sozialer Hinsicht.

Krankenhäuser, Rehazentren und Einrichtungen für betreutes Wohnen werden benötigt, um die immer älter werdende Bevölkerung zu versorgen. Im Gegensatz zu anderen Branchen, die sich mit dem Aufkommen des digitalen Zeitalters konfrontiert sehen, sind Immobilien nach wie vor eine unverzichtbare Grundvoraussetzung, für die es keinen digitalen Ersatz gibt. Ein Großteil der Infrastruktur, die für diesen tektonischen demografischen Wandel benötigt wird, muss erst noch errichtet werden, und überall im Land laufen Bauprojekte an, die unserer alternden Bevölkerung das Leben erleichtern werden. So wird das Wachstum der Seniorenbevölkerung bis 2030 eine Vergrößerung der Anzahl an Krankenhausbetten um 30% erforderlich machen.

Eine der Ressourcen, die durch diesen Trend zunehmend in Anspruch genommen wird, ist Wasser. Es gibt beim Wasserbedarf keinen operativen Hebel – jeder Mensch benötigt zum Überleben täglich zwei Liter Wasser. Je mehr Menschen in die Städte drängen, desto mehr Wasser muss in diese Gebiete transportiert werden. Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer-Generation nähern sich dem Rentenalter, und die Vorstellung von einem geruhsamen Ruhestand auf dem Land weicht immer mehr dem Wunsch nach einem Alterssitz in der Stadt. Für einen Lebensabend in der Stadt sprechen der bessere Zugang zu Kunst und Kultur, die bessere medizinische Versorgung und die Möglichkeit, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Der aktuelle Trend zur Reurbanisierung beschleunigt das Wachstum der Städte, was wiederum die Nachfrage nach Dienstleistungen und die Anforderungen an die Infrastruktur erhöht.

Die Städte wachsen nicht physisch, aber es leben immer mehr Menschen dort. Hieraus ergibt sich eine Vielzahl potenzieller Herausforderungen, sowohl in ökologischer als auch in sozialer Hinsicht.

Krankenhäuser, Rehazentren und Einrichtungen für betreutes Wohnen werden benötigt, um die immer älter werdende Bevölkerung zu versorgen. Im Gegensatz zu anderen Branchen, die sich mit dem Aufkommen des digitalen Zeitalters konfrontiert sehen, sind Immobilien nach wie vor eine unverzichtbare Grundvoraussetzung, für die es keinen digitalen Ersatz gibt. Ein Großteil der Infrastruktur, die für diesen tektonischen demografischen Wandel benötigt wird, muss erst noch errichtet werden, und überall im Land laufen Bauprojekte an, die unserer alternden Bevölkerung das Leben erleichtern werden. So wird das Wachstum der Seniorenbevölkerung bis 2030 eine Vergrößerung der Anzahl an Krankenhausbetten um 30% erforderlich machen.

Eine der Ressourcen, die durch diesen Trend zunehmend in Anspruch genommen wird, ist Wasser. Es gibt beim Wasserbedarf keinen operativen Hebel – jeder Mensch benötigt zum Überleben täglich zwei Liter Wasser. Je mehr Menschen in die Städte drängen, desto mehr Wasser muss in diese Gebiete transportiert werden.

Jim Lydotes – The Boston Company, Teil von BNY Mellon Asset Management North America.

Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer-Generation nähern sich dem Rentenalter, und die Vorstellung von einem geruhsamen Ruhestand auf dem Land weicht immer mehr dem Wunsch nach einem Alterssitz in der Stadt. Für einen Lebensabend in der Stadt sprechen der bessere Zugang zu Kunst und Kultur, die bessere medizinische Versorgung und die Möglichkeit, auf ein eigenes Auto verzichten zu können. Der aktuelle … erfahren Sie mehr

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MarketEye: Der 3,8 Bio. US-Dollar schwere Anleihensektor, den Sie möglicherweise gar nicht kennen

Im vergangenen Jahr 2017 sowie Anfang 2018 wurden die USA von einer Vielzahl heftiger Wettereignisse und Klimakatastrophen heimgesucht. Es gab drei Hurrikans: „Harvey“ in Texas, „Irma“ in Florida sowie „Maria“ in Puerto Rico. Zusammengenommen haben diese drei Stürme einen Schaden von rund 203 Mrd. US-Dollar verursacht. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Volkswirtschaften dieser Bundesstaaten, die Infrastruktur der dortigen Kommunen sowie deren Steuer- und Einnahmensituation.

Die US-Amerikaner wurden darüber hinaus Zeugen von Tornados, Überflutungen sowie heftiger Winterstürme an der Ostküste. Längst vergessene Begriffe tauchen plötzlich wieder auf – wie etwa „Bombogenese“. Darunter versteht man sogenannte „Bombenzyklone“ – also Sturmtiefs, die rasant an Geschwindigkeit zunehmen.  Im Winter 2017/2018 wurde die US-Ostküste gleich zweimal von solchen Sturmtiefs getroffen. Die letzten schweren Winterstürme dieses Ausmaßes liegen bereits mehrere Jahrzehnte zurück.

Die Staaten, die unter solchen Klimakatastrophen leiden, kennen die Auswirkungen des Klimawandels sowie dessen Folgen auf ihre Gemeinden also nur zu gut. Deshalb gründeten mehrere Bundesstaaten als Reaktion auf den Ausstieg der Trump-Administration aus dem Pariser Klimaabkommen die „US Climate Alliance“. Kalifornien, Washington und New York legten den Grundstein, und schon bald schlossen sich 13 weitere Staaten (sowie Puerto Rico) an. Das Ziel dieser Initiative besteht darin, die Vorgaben des Pariser Abkommens zu erfüllen – also die CO2-Emissionen von dem Niveau von 2015 bis zum Jahr 2025 um 26% bis 28% zu senken.

Auf Basis ihres BIP sind diese Bundesstaaten durchaus mit vielen souveränen Volkswirtschaften vergleichbar. So entspricht beispielsweise das BIP Kaliforniens in etwa der Wirtschaftsleistung Frankreichs, während das BIP von New York mit dem von Kanada mithalten kann. Darüber hinaus verfügen diese Staaten über eine eigene Verfassung, eine eigene Gesetzgebung sowie ein eigenes Steuerrecht. Um Infrastrukturprojekte – zu denen auch Maßnahmen gegen den Klimawandel zählen – zu finanzieren, begeben diese Bundesstaaten Anleihen.

Diese sogenannten Kommunalobligationen sind eine breite und vielfältige Anlageklasse und haben bereits einen Großteil der Ausgaben für die Instandhaltung und Sanierung von US-Infrastruktur finanziert. Mit 3,8 Bio. US-Dollar ist der Markt für Kommunalobligationen fast halb so groß wie der Markt für US-Unternehmensanleihen – und mit einem Rückgang des Marktvolumens ist derzeit nicht zu rechnen. Dies gilt insbesondere wegen der anhaltenden bzw. sich möglicherweise sogar noch intensivierenden Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Dan Rabasco, Standish, Teil der BNY Mellon Asset Management North America Corporation

Im vergangenen Jahr 2017 sowie Anfang 2018 wurden die USA von einer Vielzahl heftiger Wettereignisse und Klimakatastrophen heimgesucht. Es gab drei Hurrikans: „Harvey“ in Texas, „Irma“ in Florida sowie „Maria“ in Puerto Rico. Zusammengenommen haben diese drei Stürme einen Schaden von rund 203 Mrd. US-Dollar verursacht. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Volkswirtschaften dieser Bundesstaaten, die Infrastruktur der dortigen … erfahren Sie mehr

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Mit dem Mythos aufräumen: Wertschwankungen können den Erträgen zugute kommen

Im Jahr 2017 ließ die Weltwirtschaft die Phase eines schleppenden, von den USA dominierten Wachstums hinter sich und setzte zu einer eher synchronen weltweiten Erholungstendenz an. Angesichts einer nach wie vor recht moderaten Inflation stiegen die Unternehmensgewinne kräftig an. Dies kam sowohl den Aktien- als auch den Credit-Märkten zugute, während die Volatilität in der Folge auf historische Tiefs sank. Bisher hat sich das Jahr 2018 für einige Investoren jedoch als wesentlich herausfordernder erwiesen. Im I. Quartal 2018 ist die Volatilität angestiegen, weil US-Volatilitätsprodukte aufgelöst worden sind. Noch verstärkt wurde dieser Effekt durch sich intensivierende Spannungen im Hinblick auf die weltweiten Handelsbeziehungen sowie durch Gewinnmitnahmen bei US-Technologiewerten. Zwar sind unerwartete Wertschwankungen auf kurze Sicht zunächst einmal schmerzhaft, aber sie können auch Anlagechancen eröffnen. Obwohl die Angst vor Verlusten stets von relativ kurzer Dauer ist, dämpft sie das Kaufinteresse der Anleger an Risikopapieren. Gleichzeitig werden die Derivate-Märkte von jenen Investoren bestimmt, die sich gegen Rückschlagrisiken absichern möchten. Deshalb können die Risikoaufgelder bei Optionen ansteigen, was alternativen, optionsbasieren Anlagestrategien größere Chancen auf positive Erträge eröffnen kann.

Steve Waddington – Portfoliomanager, Insight Investment

Im Jahr 2017 ließ die Weltwirtschaft die Phase eines schleppenden, von den USA dominierten Wachstums hinter sich und setzte zu einer eher synchronen weltweiten Erholungstendenz an. Angesichts einer nach wie vor recht moderaten Inflation stiegen die Unternehmensgewinne kräftig an. Dies kam sowohl den Aktien- als auch den Credit-Märkten zugute, während die Volatilität in der Folge auf historische Tiefs sank. Bisher … erfahren Sie mehr

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